Praxis für Psychotherapie Dr. Phil. Arnim Krüger


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Informationen für Patienten zum Psychotherapeutengesetz

Am 1. Januar 1999 trat das Psychotherapeutengesetz in Kraft. In diesem Gesetz werden zum einen die Voraussetzungen des Berufs der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten geregelt und zum anderen festgelegt, unter welchen Voraussetzungen Psychotherapie als Kassenleistung in Anspruch genommen werden kann.

Was änderte sich ab dem 1. Januar 1999?

Schutz der Berufsbezeichnung Psychotherapeutin und Psychotherapeut

Psychotherapeut darf sich künftig nur noch nennen, wer nach einem Universitätsstudium der Psychologie, Medizin oder bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auch der Pädagogik oder Sozialpädagogik eine mindestens dreijährige psychotherapeutische Ausbildung absolviert hat. Damit ist ausgeschlossen, daß Psychotherapie von Personen angeboten wird, die dafür nicht qualifiziert sind.

Erstzugangsrecht zum Psychotherapeuten

Patienten können künftig mit ihrer Chipkarte direkt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Während oder am Ende der diagnostischen Sitzungen (sog. probatorische Sitzungen), die jeder Psychotherapie vorausgehen, muß ein somatischer Befund durch einen Haus- oder Facharzt erhoben werden, damit eventuelle körperliche Erkrankungen bei der psychotherapeutischen Behandlung berücksichtigt werden können.

Behandlungsverfahren

Welche psychotherapeutischen Verfahren als Kassenleistung anerkannt sind, regeln die Psychotherapierichtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Derzeit sind als Kassenleistung anerkannt analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie.

Falls Sie privat versichert sind, sollten Sie vor Beginn der psychotherapeutischen Behandlung mit Ihrer Krankenversicherung klären, welche Kosten für die geplante Behandlung übernommen werden, denn die Bedingungen weichen zum Teil erheblich von denen in der gesetzlichen Krankenversicherung ab.

Bei welchen Krankheiten ist eine Psychotherapie angezeigt?

Psychotherapie wird u. a. bei folgenden Krankheitsbildern durchgeführt und von Krankenkassen bezahlt:

  • Angststörungen (Phobien, Panikstörungen, generalisierte Angststörungen)
  • Depressive Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Psychosomatische Störungen
  • Psychische Beeinträchtigungen oder Behinderungen aufgrund schwerer körperlicher Erkrankungen, traumatischer Erlebnisse oder Psychosen
  • Suchterkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern soll verdeutlichen, daß eine psychotherapeutische Behandlung bei unterschiedlichen Störungen sinnvoll sein kann.

Wie findet man einen zugelassenen Psychotherapeuten?

Mit Krankenkassen abrechnen können nur Psychotherapeuten, die bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zugelassen sind. Adressen erhalten Sie von Ihrem Arzt, von Ihrer Krankenkasse und von der für Ihren Wohnort zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.

Wie wird eine Psychotherapie beantragt?

Nach 5 bis 8 diagnostischen Sitzungen (je nach psychotherapeutischem Verfahren), in denen abgeklärt wird, ob die beabsichtigte Psychotherapie bei der psychischen Störung erfolgversprechend und die Beziehung zwischen Patient und Therapeut tragfähig ist, wird ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt. Über die einzuhaltenden Formalien klärt Sie der Psychotherapeut auf.

Sollte ein größerer Behandlungsumfang notwendig sein, wird eine Langzeittherapie beantragt. Die Entscheidung über die Kostenübernahme erfolgt dann auf der Grundlage der Stellungnahme eines Gutachters anhand eines anonymisierten schriftlichen Berichts des behandelnden Psychotherapeuten.

Dauer und Umfang der Behandlung

Der Umfang einer psychotherapeutischen Behandlung ist von der Wahl des Behandlungsverfahrens abhängig. Derzeit stehen bei Verhaltenstherapie höchstens 80 Sitzungen a 50 Minuten, bei tiefenpsychologischen Verfahren höchstens 100 Sitzungen und bei analytischer Psychotherapie bis zu 300 Sitzungen zur Verfügung. Die tatsächliche Dauer kann deutlich unterhalb dieser Höchstgrenzen liegen. Die Häufigkeit der Behandlungen kann von bis zu 3mal wöchentlich bis zu 1mal in zwei oder drei Wochen oder länger variieren.

Qualitätssicherung

Durch die im Psychotherapeutengesetz festgelegte umfassende theoretische und praktische Ausbildung der Psychotherapeuten, die auch Erfahrungen in der Psychiatrie sowie Selbsterfahrung umfaßt, wird ein hoher Qualitätsstandard der psychotherapeutischen Behandlung erreicht. Darüber hinaus tragen kontinuierliche Fortbildung und Supervision zur Transparenz und Qualität der Behandlung bei. Durch Behandlungsdokumentation, Behandlungsverträge und begleitende Diagnostik wird der Behandlungsprozeß überschaubar, und Fehlbehandlungen wird vorgebeugt.

 
 

Praxis für Psychotherapie und Psychoanalyse - Dr. Phil. Arnim Krüger - Langhansstr. 1 - 13086 Berlin - Tel. (030) 444 17 06
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